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Im Rahmen eines Projekttages des Faches Biologie setzten sich die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen intensiv mit dem Thema Sucht auseinander – jedoch nicht nur theoretisch, sondern vor allem durch persönliche Begegnungen, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben.

Zu Gast waren BetreuerInnen und BewohnerInnen des Therapiezentrums Ravensruh, die bereit waren, offen über ihre eigenen Erfahrungen mit der Sucht und ihren Folgen zu sprechen. Die Begegnung mit echten Lebensgeschichten schafft Empathie, regt zum Nachdenken an und stärkt die Fähigkeit, verantwortungsbewusste Entscheidungen für das eigene Leben zu treffen. Bereits im gemeinsamen Einstieg im Plenum wurde deutlich, wie wichtig und zugleich sensibel dieses Thema ist. In einer vertrauensvollen Atmosphäre berichteten die Gäste von ihren Lebensgeschichten, ihren Herausforderungen und den oft schwierigen Wegen, die sie schließlich in die Therapie geführt haben. Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu und stellten erste Fragen, die von Interesse und ehrlicher Neugier geprägt waren.

Im Anschluss wurde der Austausch in kleineren Gruppen fortgesetzt. Diese Gesprächsrunden boten Raum für intensivere Gespräche und persönliche Nachfragen. Viele Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, um mehr über die Hintergründe von Sucht, den Umgang mit Rückschlägen und die Bedeutung von Unterstützung zu erfahren. Besonders eindrucksvoll war dabei die Offenheit der Gäste, die den Jugendlichen einen authentischen Einblick in eine Lebensrealität ermöglichten, die sonst im Unterricht oft abstrakt bleibt.

Begleitet und organisiert wurde der Projekttag von der Schulsozialarbeiterin sowie der Biologielehrkraft, die gemeinsam einen Rahmen geschaffen haben, in dem sowohl fachliche Inhalte als auch persönliche Begegnungen ihren Platz fanden. Durch diese enge Zusammenarbeit konnte das Thema Sucht aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden und somit einen wichtigen Beitrag zur Prävention leisten. In den anschließenden Gesprächen wurde deutlich, dass insbesondere der direkte Austausch als sehr wertvoll empfunden wurde. Viele äußerten, dass sie durch die persönlichen Berichte ein deutlich tieferes Verständnis für die Ursachen und Folgen von Sucht entwickeln konnten. Gleichzeitig wurde ihnen bewusst, wie wichtig es ist, frühzeitig über Risiken aufzuklären und Hilfe anzunehmen sowie nicht wegzuschauen, wenn sich jemand verändert.

Ein herzlicher Dank gilt den Bewohnern des Therapiezentrums Ravensruh für ihren Mut und ihre Offenheit sowie allen Beteiligten, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben.

A. Vierling

Kontakt

Gymnasium Am Sonnenkamp
August-Bebel-Allee 9, 23992 Neukloster

Tel: 038422 25349
Fax: 038422 25467

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